Blauburgunder

Der Trentiner Ludwig Barth zu Barthenau (geb. 1839 in Rovereto u. gest. 1890 in Wien), illustrer Professor der Chemie in Innsbruck und Wien, soll angeblich als Erster auf seinem Gut im deutschtirolischen Mazzon die Traubensorte Pinot Noir aus dem Burgund gepflanzt haben. Wie dem auch sei: Auf 326 ha wird heute Blauburgunder im Südtirol angebaut. Hauptsächlich im Unterland und Überetsch, aber auch im Bozner Talkessel, im Eisacktal und im Vintschgau. Man darf sie als schwierige Rebsorte bezeichnen. Da die kleinen, kompakten Trauben sehr fäulnisempfindlich sind, ist der geeignete Standort von grosser Wichtigkeit. Aber auch die Kelterung und der Ausbau des Weines setzen ein grosses Können und viel Erfahrung voraus. Ein gelungener Südtiroler Blauburgunder, mit oder ohne Ausbau in kleinen Eichenfässern, kann jedoch zu einem nachhaltigen Erlebnis werden. Blauburgunder Weine aus dem Südtirol sind sehr eigenständig, und je nach ihrer Art und dem persönlichen Empfinden des Verkosters, gehen sie in die Richtung Burgunder, Ostschweizer, Herrschäftler oder Walliser Pinot Noir. 

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